Anfang letzter Woche ist mein neuer Kurzroman mit dem Titel Das Ferkel — All you can eat erschienen. Und natürlich freue ich mich riesig, dass das Schweinchen jetzt endlich an die frische Luft kommt. Du bekommst den kleinen Schlawiner exklusiv auf Amazon. LINK
Der erste Kannibale, dem ich begegnet bin, war Hannibal Lecter, im “Schweigen der Lämmer”, mit Jodie (einfach geil) Foster und Anthony Hopkins. Der Film übt selbst heute, nach gefühlt hundert Jahren, eine angenehme Beklemmung aus. Der Thriller (oder ist es schon Horror?) ist wahnsinnig gut gealtert und immer noch irre spannend.
Die Fortsetzung “Hannibal” ist allerdings Edel-Trash der wunderschönsten Sorte. Ridley Scott versuchte erst gar nicht, der ersten Verfilmung hinterherzujoggen, sondern, “Fickt euch alle”, drehte lieber eine plakative Seifenoper. Die Story ist hier scheißegal. Der Film ist auf seine ganz eigene Weise ein großer Spaß.
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| Gimme me Moore |
Und wenn wir schon so nett über den ikonischen Kannibalen fachsimpeln, dann dürfen wir Mads Mikkelsen nicht vergessen. Hannibal — Die Serie ist brillant, ein Geniestreich, fantastisch, perfekte Unterhaltung, sinnlich, erotisch, spannend, gruselig und unfassbar gay. Ich liebe alles daran.
Hannibal von Bryan Fuller ist ein Kunstwerk und die meisten von euch haben es nicht gesehen. Schämt euch, ihr habt was verpasst. Damit müsst ihr jetzt leben. 😂
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| Lecker |
Darf ich dir vom Ferkel erzählen? Cool. Ich hatte ja im Herbst um Halloween herum angedroht, viele kleine BDSM-Horrorgeschichten zu veröffentlichen. Es sind weniger geworden, als ich auf dem Zettel hatte, aber das ist okay. Willenlos, der Keller, mein Torso, Leiden — BDSM-BOX, sind echt gut geworden. Und nun, als krönendes Finale zum Ende des Jahres, ist meine versaute, abgedrehte, Horrorkomödie von mir für dich herausgekommen.
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| Das Ferkel — All you can eat (BDSM-Horror) von Jay Ray Dillon (das bin ich) |
Okay, worum geht es?
Den Eheleuten Grünfels geht eigentlich alles am Arsch vorbei. Es gibt für das Paar nichts mehr zu erreichen, nichts Erstrebenswertes.Ihr Leben ist mit Mitte dreißig schon sterbenslangweilig und so haben sie neue Hobbys für sich ins Auge gefasst. Sie haben es mit Verreisen probiert. Schiffsreise, Karibikurlaub, Times Square an Heiligabend, aber auch nur weil Martin Kevin in New York so toll findet. Sie waren wandern, bergsteigen aber die Scheiße ist ja mal total anstrengend.
Es macht einfach nichts mehr Spaß. Eine depressive Episode, hat Martins Therapeut gesagt. Bevor der eine dem anderen den Schwanz lutschte. Martin steht auf intellektuellen Sex. Da verrutschen die Brillen so sexy beim Blasen.
Glücklicherweise haben die Eheleute Grünfels dann doch noch eine Freizeitbeschäftigung gefunden, die sie glücklich macht. Und nicht nur das. Sie sind regelrecht süchtig danach und kriegen davon nie genug. Sie haben das FOLTERN für sich entdeckt.
Das Ferkel ist ein Kink-Thriller mit Kannibalismus, Dolcett-Fantasien, Kastrationen, Erniedrigungen und wenn ich das so schreibe, muss ich mich wirklich mal fragen, ob ich nicht langsam mal meine glückliche Kindheit aufarbeiten sollte.
Auf meinem Kindle ging es zuletzt ein bisschen wild zu. Aber ich habe “Das Beste sind die Augen” von Monika Kim angefangen zu lesen und der Text wird als feministischer Horror beworben und die ersten Seiten haben mich absolut nicht gekriegt.
Ich lese trotzdem erstmal weiter, weil ich glaube, dass das Buch noch richtig gut werden könnte. Nur die Rückblende, auf die Rückblende, und von Höckschen auf Stöckschen war mir ein bisschen zu gähn bislang, aber wie so oft liegt es sicher an mir.
Und, wow, ich schaue grad auf Netflix “The Beast in Me”. Die Serie macht so richtig Bock und ich habe Claire Danes seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Das letzte Mal, ungelogen, zu Romeo und Julia mit Leo und “Hat mein Herz jemals geliebt?”
Irre, ich hatte sie zu meiner Schande schon vergessen und plötzlich schüttelt sie ein so geiles Schauspiel aus dem Ärmel. Verletzlich, unsicher, ruhelos, ängstlich, mutig, rücksichtslos und alles zusammen. Sie spielt wie die Teufelin und es macht einfach einen riesigen Spaß, ihr beim Eskalieren zuzuschauen.
Und Matthew Rhys? Charmant, überheblich, bedrohlich, lustig und wenn er am Plattenspieler anfängt seine Hüften zu schwingen, sogar verfickt sexy. Ich habe keine Ahnung, ob die Serie ein befriedigendes Ende hinbekommt, aber bis jetzt bin ich zufrieden.
Okay, das soll es für diese Woche erstmal wieder gewesen sein. Privat war es eine Scheißwoche und ich ärgere mich ein bisschen, meine Veröffentlichung nicht richtig feiern zu können, aber wie schon der extrem weise Philosoph John Rambo einmal zu sagen nuschelte: “Du kannst nicht ändern, wie es ist.”
So, kein Bock mehr, bis bald und lass es dir gut gehen.
Have Fun ❤️


